Wilde Orchideen

In der Nordeifel zu Hause

Auf den Kalkmager- und Halbtrockenrasen rasen und in den Orchideen-Buchenwäldern der Eifel lassen sich insgesamt zwei Drittel aller in Deutschland heimischen Orchideen nachweisen.

Die Orchideenlebensräume der Eifel haben sich mehrheitlich in den vom Menschen beeinflussten Kulturlandschaften ausgebildet. Die Kalktriften der Eifel sind ein Paradebeispiel, wie seit dem Mittelalter durch Rodung und anschließende Beweidung neue Offenlandflächen in einer ursprünglich von Wäldern bedeckten Landschaft entstanden sind.

Blütezeit

Über Jahrhunderte hinweg haben konkurrenzschwache Pflanzenarten wie die Orchideen in den Kalkmagerrasen nahezu optimale Lebensbedingungen gefunden, da die extensive Viehbeweidung das Verkrauten und Zuwachsen der Offenlandflächen mit anderen Pflanzenarten verhinderte. Neben den Kalkmagerasen beherbergen auch die relativ naturnahen Kalk-Buchenwälder der Eifel bis heute eine Reihe charakteristischer Wald-Orchideenarten.

Von Mai bis August blüht auf den Kalkmagerrasen und in den Kalk–Buchenwäldern der Eifel eine Vielzahl unterschiedlicher, seltener Orchideenarten, die wie alle heimischen Orchideenarten streng geschützt sind und überwiegend auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten stehen.

Orchideen in der Nordeifel

In den Naturschutzgebieten Gillesbachtal nahe Marmagen, Genfbachtal bei Nettersheim und Sistiger/Krekeler Heide bei Kall sind in den Sommermonaten in der Nordeifel Tausende wilder Orchideen zu bewundern.

www.naturzentrum-eifel.de