Ginster

Eifelgold

Eine ganz eifeltypische Pflanze ist der Besenginster. „Live und in Farbe“ ist der Besenginster, der umgangssprachlich auch als Eifel-Gold bezeichnet wird, beispielsweise im Sommer auf der Dreiborner Hochfläche zu bewundern. Er hat dort große Flächen erobert. Alle zwei Jahre (ungerade Jahreszahl) wird die Ginsterblüte in Dreiborn mit einem großen Fest gefeiert.

Ginster in der Eifel

Die Besenginsterheiden der Eifel sind eine Hinterlassenschaft der bis zum Ende des 19. Jahrhunderts praktizierten extensiven Landnutzung, bei der die als Weideland genutzten Randlagen der kargen Eifelböden nur sporadisch als Felder bewirtschaftet wurden. Bei der natürlichen Begrünung im Rahmen dieser Feld-Heide-Wechselwirtschaft breitete sich der schnellwüchsige Besenginster als eine der ersten Pflanzenarten auf den brachliegenden Feldern aus. Heute bieten auch vom Menschen geschaffene Offenlandflächen wie die Dreiborner Hochfläche im Nationalpark Eifel ideale Standorte für die zwischen 1 und 2 Meter hohen Besenginstersträucher.

Wissenswertes 

Als Pionierpflanze, deren Samen im Boden über Jahrzehnte keimfähig bleibt, wächst der Besenginster auch auf nährstoffarmen Standorten wie Felsen, Wegrändern oder im mageren Grünland. Auf Freiflächen verhindert der Tiefwurzler, dass starke Regenfällen den Boden wegschwemmen. Gleichzeitig bewirken die Stickstoff bindenden Bakterien in den Wurzelknöllchen des Besenginsters eine Verbesserung der Bodenqualität durch die Bildung organische Stickstoffverbindungen.

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