Unterirdischer Atombunker der Landesregierung NRW

In den 60er Jahren ist Deutschland in Gefahr: Der Kalte Krieg kann jederzeit in einen heißen Krieg umschlagen. Bund und Länder bauen daher atombombensichere Bunker.

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens baute diesen in der Eifel. Der unterirdische, atombombensichere Bunker war während des Kalten Krieges ständig in Bereitschaft. Drei Meter dicke Stahlbetonmauern schützen 100 Räume. In ihnen ist alles, um 30 Tage unabhängig von der Außenwelt leben und arbeiten zu können. Im Ernstfall werden von hier aus Flüchtlingsströme geleitet und Lebensmittel organisiert. Arbeiten müssen die Beamten in Schichten, schlafen in Etagenbetten. Ihr Essen kommt aus Konserven, Wasser aus Vorratsbehältern. Keine Privatsphäre. Keine Freizeit.

Anfang der 90er Jahre endet der Kalte Krieg. Die Gefahr ist vorüber, der Bunker Kall-Urft nicht mehr notwendig. In einsatzbereitem Zustand aufgegeben, ist er ein Zeuge der Entschlossenheit jede Katastrophe zu überstehen.

Im Rahmen einer Führung erleben Sie eine Zeitreise zurück in die 70er Jahre. Sie lernen den „Alltag“ im Bunker kennen, bedienen die Technik der damaligen Zeit und erfahren vieles über den Katastrophenschutz im Kalten Krieg.

Öffnungszeiten

  • Ganzjährig

Nur mit Führung zugänglich, das Führungsentgelt ist im Eintritt enthalten.

Eintritt

  • Erw. 10,- €, Kinder (bis 14 Jahre) 5,- €

Führungen

  • Öffentlich: Sa 16.00 Uhr, Anmeldung erforderlich
  • Gruppen: mehrsprachig, auf Anfrage

Hinweis

  • Die Temperatur im Bunker liegt bei 7 Grad Celsius, daher empfiehlt es sich, warme Kleidung und feste Schuhe anzuziehen

Weitere Informationen

www.ausweichsitz-nrw.de