Wildenburg
Die Eifel hat ein rauhes Klima und die Böden geben nicht viel her. Somit war die Eifel immer recht dünn besiedelt und dies mag der Grund dafür sein, dass sich hier nie größere Städte herausgebildet haben - obwohl wichtige Hauptverkehrswege schon seit der Römerzeit (Trier-Aachen, Trier Köln) und nicht zuletzt im Mittelalter der bedeutende Königsweg von Reims nach Köln durch die Eifel führten. So entwickelten sich in der Eifel ab dem 12. Jahrhundert lediglich Kleinherrschaften, die sich sehr oft über die Jahrhunderte hinweg behaupten konnten. Sie brachen oft erst zusammen, als gegen 1794 französische Revolutionstruppen auch die Eifel eroberten.
Die "Wildenburg" bei Hellenthal und die dazu gehörige Herrschaft stammen aus dem 12. Jahrhundert. Im Jahre 1715 wurde die Wildenburg" an den Abt Michael Küll in Steinfeld verkauft. Für die Burg begann nun eine neue Zeit. Die Mönche bauten die Burg in ihrer jetzigen Gestalt um und errichteten ein Priorat. Im Jahre 1802 wurden auf Anordnung der französischen Regierung die geistlichen Güter eingezogen und die Mönche aus den Klöstern vertrieben. Dieses Schicksal ereilte auch die Abtei Steinfeld und das Priorat Wildenburg. Die Burg und das dazugehörige Land wurden verkauft an die Kirchengemeinde und an Privatleute. Im Jahre 1816 kam das Eifelgebiet an Preußen.
Heute stellt die Wildenburg die einzige nicht zerstörte Höhenburg im Kreis Euskirchen dar. Die Hauptburg, Vorburg, der Eckturm und die kleine bürgerliche Siedlung werden von wuchtigen Mauern umgeben.
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