Urftsee
Die Urfttalsperre wurde in den Jahren 1900 bis 1905 als damals größte europäische Talsperre angelegt und staut die Urft, einen Nebenfluss der Rur. Der Urftsee schließt sich westlich an den Schleidener Ortsteil Gemünd an und windet sich im Urfttal rund 14 km bis zur Staumauer. Zweck der Talsperre sind Hochwasserschutz, Niedrigwasseraufhöhung und Stromerzeugung. Der Stauraum umfasst gut 45,5 Millionen m³ und ist in Richtung Wasserseite gebogen und besitzt am rechten Hang eine treppenförmige (kaskadenartige) Hochwasserentlastung. Die Besichtigung der Staumauer ist nach Voranmeldung möglich.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde oberhalb des Urftsees die ehemalige NS-“Ordensburg“ Vogelsang errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet rund um den Urftsee als Teil eines belgischen Truppenübungsplatzes für die Öffentlichkeit unzugänglich. Seit dem Abzug des belgischen Militärs ist der Urftsee ein Kernstück des 2004 gegründeten Nationalparks Eifel. Seit dem Jahr 2009 verbindet die Victor-Neels-Brücke über den Urftsee die attraktiven Besucherziele Kloster Mariawald, Urfttalsperre und –staumauer, Rursee, Gemünd mit der ehemaligen NS-“Ordensburg“ Vogelsang.
Weitere Informationen:
Wasserverband Eifel-Rur
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