Wildbienenhotel

Die Anzahl der Wildbienen ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Dies liegt daran, dass sie oft keine geeigneten Plätze für ihre Nester finden. Dabei bauen die meisten Wildbienen nicht wie die Honigbiene große Bienenstaaten, sondern nisten in kleinen Löchern im Holz. Solche einzeln lebenden Bienen (so genannte Einsiedlerbienen) leben nur einige Wochen. In dieser Zeit bereiten sie alles für den Nachwuchs vor. Nach der Paarung fängt das Weibchen sofort mit dem Nestbau an. Dazu sammelt es Nektar und Pollen in einer Brutzelle. Nachdem die Biene genügend Nahrung für das Jungtier angesammelt hat, legt sie ein Ei darauf und verschließt das Gelege. Die später schlüpfende Larve kann sich dann von dem angesammelten Proviant ernähren, bis sie sich zur fertigen Biene entwickelt hat.
Keine Angst: Wildbienen können zwar stechen, tun dies aber nur wenn sie gequetscht werden.

Um ein Wildbienenhotel anzulegen brauchst du:

  • Bohrer verschiedener Größe
  • Schmirgelpapier
  • Einen Balken oder eine Scheibe trockenes Hartholz (zum Beispiel Eiche, Buche)

Tipp:

Benutze besser kein weiches Holz, da dies bei Feuchtigkeit aufquillt und so die Gänge zerquetscht. Holz von Nadelbäumen ist auch nicht geeignet, da das auslaufende Harz den Bienen die Flügel verklebt.

Und so geht´s:

Um verschiedenen Wildbienenarten ein Zuhause zu geben, bohrst du unterschiedlich große Löcher in das Holz (2 bis 10 Millimetern). Die Löcher sollten so weit wie möglich in das Holz reichen. Das Holz darf allerdings nicht durchbohrt werden.

Tipp:

Um Risse entlang der Nisthöhlen zu vermeiden sollte zwischen den Löchern jeweils ein Abstand von 2 Zentimetern sein. Damit die Bienen auch wirklich in die Löcher können, musst du noch das Bohrmehl ausklopfen und Holzsplitter die die Gänge versperren mit Schmirgelpapier entfernen.
So, jetzt musst du nur noch einen sonnigen, Regen geschützten Platz für das Hotel finden und dann ist es schon bezugsfertig!

Hier findest du die Anleitung zum Wildbienenhotel! [PDF, 68 KB]