Tiergartentunnel-Wanderweg
Die Wasserversorgung der Grafen von Blankenheim wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts unter Graf Dietrich III. neu gestaltet. Die Burg, die sich bis zu diesem Zeitpunkt aus einer Zisterne versorgt hatte, erhielt 1468 eine aufwendige Fernleitung. Nun wurde das Wasser einer rund einen Kilometer entfernt liegenden Quelle mittels einer Holzrohrleitung herangeführt. Da die Quelle aber nur wenig höher lag als das Terrain des Burghofes, musste die kürzest mögliche Trasse, nämlich die gerade Linie zwischen Quelle und Burg, ausgebaut werden. Der Bau einer reinen Gefälleleitung schied also aus. Die Verwirklichung dieses für das 15. Jahrhundert außergewöhnlichen Projektes war nur möglich durch die Einplanung einer Druckleitungsstrecke durch ein 12 m tiefes Tal und die Durchtunnelung eines Bergspornes, des Tiergartens. Mit dieser Technik kann Burg Blankenheim ein einzigartiges technisches Ensemble vorweisen. Nach Abschluss von Restaurierungsarbeiten können nunmehr die wesentlichen Elemente dieses Technikbaus besichtigt werden.
Der 19,5 km lange Tiergartentunnel-Wanderweg erschließt ein in Europa einmaliges technikgeschichtliches Denkmal. Die Quellfassung „Alte Quelle“, die Trasse der Druckleitung, der Tiergartentunnel und ein Wasserhäuschen ermöglichen einen tief greifenden Einblick in die außergewöhnlich aufwendige Wasserversorgung von Burg Blankenheim im ausgehenden Mittelalter. Der am Bahnhof Blankenheim-Wald beginnende Wanderweg bietet aber wesentlich mehr. Er führt durch die wunderschöne Landschaft der nördlichen Eifel und bietet vielfältige Einblicke in die Natur und Kultur der Region. So führt er durch das Naturschutzgebiet Haubachtal, vorbei an Hügelgräbern, Schanzen und Römerstraßen. Alles wird vor Ort durch Schautafeln erklärt.
Aktuelles:
Ginsterblütenfest in Dreiborn
Die Dreiborner Hochfläche bietet den Besuchern zu jeder Jahreszeit herrliche Panoramablicke über...
4. Eifeler Kräutertag
Kräuter-Erlebnistag für die ganze Familie mit Markttreiben, Kräutermeile, "duften...
Satzveys geheime Unterwelt öffnet sich
19. und 20. Mai: Bunkeranlage der Landeszentralbank NRW kann besichtigt werden





PDF-Version
Seite drucken




