Wasser

Zahlreiche Seen, Flussläufe und Talsperren machen die Region zu einem einmaligen Lebens- und Erholungsraum für Menschen, Tiere und Pflanzen. Lassen Sie sich verzaubern von der Schönheit der Natur in der Nordeifel!

Urfttalsperre 

Durch eine Talsperre am Unterlauf des Rurflusses sollten um die Jahrhundertwende die Hochwassergefahr verringert, das unregelmäßige Wasserangebote ausgeglichen  der Wasserabfluß in niederschlagsarmen Zeiten verbessert werden. Der Bau der Talsperre erfolgte zwischen 1900 und 1905. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung und Inbetriebnahme war die Urfttalsperre die größte Talsperre in Europa. Heute wird sie im Verbund mit der Oleftalsperre und der Rurtalsperre Schwammenauel betrieben. Die Schwergewichtsstaumauer ist 58 m hoch und am Fuß 50,5 m breit. Sie faßt 45,5 Mio m³ Stauraum. Sie ist zur Wasserseite gebogen und 226 m lang. Die Staumauer ist wasserseitig mit einem ca. 2.5 cm dicken Zementputz abgedichtet. Vertikale Dränagen, bestehend aus 60 mm im Durchmesser messenden Tonrohren, mit einem Abstand von 2,5 m sollen in die Mauer eindringendes Wasser ableiten. Die Besichtigung der Staumauer ist nach Voranmeldung möglich.

Steinbachtalsperre

Die Talsperre wurde auf Druck der Euskirchener Tuchfabrik 1935 gebaut und 1990 zu einem der größten künstlich angelegten Naturwasserbecken der Eifel saniert. Das Waldfreibad besteht aus einem großzügigen Kleinkindbecken, einem 1.400m² großen Nichtschwimmer- und einem 7.500 m² großen Freischwimmerbecken. Für Spaß und Abwechslung sorgen eine Riesenrutsche, ein Fünfmetersprungturm mit drei Absprungplattformen, ein Beachvolleyballfeld und ein Kinderspielplatz. Die hauseigene Brauerei mit Biergarten lädt zur Einkehr ein. Zum Wandern eignet sich der Lehrpfad mit naturkundlichen Schautafeln ein.

Weitere Informationen:
Stadt Euskirchen

Oleftalsperre

Inmitten herrlicher Wälder bei Hellenthal liegt der malerische Olefsee, eine zwischen 1954 und 1959 errichtete Trinkwassertalsperre mit 20 Mio. m³ Fassungsvermögen. Seine Staumauer in Pfeilerzellenbauweise ist bis heute einmalig in Deutschland. Um den Olefsee verläuft ein Rundweg von 13,5 km für Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer.  Die gewaltige Staumauer beeindruckt große und kleine Ausflügler gleichermaßen. Interessierte Besucher haben auch die Möglichkeit nach Voranmeldung die Staumauer zu besichtigen. Anmeldungen nimmt der Wasserverband Eifel-Rur unter der Telefonnummer 02482-95200 entgegen. 

Weitere Informationen:
Gemeinde Hellenthal

Freilinger See

Der Freilinger See liegt in einem Tal umgeben von ausgedehnten Wäldern und Wiesen. Der natürliche Charme dieses kleinen Waldsees wird durch große, unverbaute Liegewiesen und Buschgruppen bewirkt. Der Stausee existiert seit 1976 und wird mit frischem Quellwasser gespeist. Er wurde zum Zweck der Regenrückhaltung und des Tourismus gebaut und umfasst eine Wasseroberfläche von 11 ha, bei einem Einzugsgebiet von ca. 5 km². Der Staudamm ist 25 m hoch, am Fuß 115 m und an der Krone 9,50 m breit und ca. 500 m lang. Die größte Tiefe des Sees liegt bei 10 m. Der Inhalt vom See beträgt 0,730 Millionen m³. Im See bestehen ausgiebige Möglichkeiten zum Schwimmen und Wassersport. Verschiedene Wanderwege wie der AhrSteig passieren den See. Camping ist auf einer angrenzenden Anlage möglich. 

Weitere Informationen: Gemeinde Blankenheim

Kronenburger See

Der Kronenburger See bietet neben der ihn umgebenden Naturparklandschaft des Oberen Kylltals eine Vielzahl an Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten. Die Talsperre wurde 1973-1976 erbaut und dient seitdem als Rückhaltebecken für die jährlichen Hochwasser der Kyll, die hauptsächlich im Frühjahr die Flußaue gefährdeten. Das Hochwasserrückhaltebecken besteht aus einer Haupt- und einer Vorsperre, die Hauptsperre liegt etwa 200 m westlich von Kronenburghütte, die Vorsperre 300 m unterhalb der Einmündung der Taubkyll in die Kyll. Das Stauvolumen beträgt insgesamt 2,7 Mio m³, davon entfallen 2,1 Mio m³ auf die Hauptsperre und 0,6 Mio m³ auf die Vorsperre.

Weitere Informationen: Gemeinde Dahlem

 

 

Wassersportsee Zülpich und Neffelsee

Der Wassersport- und der Neffelsee bei Zülpich sind Relikte des Braunkohlenbergbaus, der in den fünfziger und sechziger Jahren  im Zülpicher Land stattfand. Zeugnis des gewaltigen Landschaftswandels, der damit einherging, sind neben der Abraumhalde bei Langendorf diese beiden Tagebaurestseen. Davon bildet der Wassersportsee den vielbesuchten Anziehungspunkt für alle Freunde des Wassersports und Badens unter freiem Himmel. Für die Landesgartenschau 2014 in Zülpich wurde der Wassersportsee attraktiviert und bietet fortan wieder Möglichkeiten zum Wassersport.

Der Neffelsee ist inzwischen eine Heimat für geschützte Tier- und Pflanzenarten geworden

www.zuelpich.de

Urftsee

Die Urfttalsperre wurde in den Jahren 1900 bis 1905 als damals größte europäische Talsperre angelegt und staut die Urft, einen Nebenfluss der Rur. Der Urftsee schließt sich westlich an den Schleidener Ortsteil Gemünd an und windet sich im Urfttal rund 14 km bis zur Staumauer. Zweck der Talsperre sind Hochwasserschutz, Niedrigwasseraufhöhung und Stromerzeugung. Der Stauraum umfasst gut 45,5 Millionen m³ und ist in Richtung Wasserseite gebogen und besitzt am rechten Hang eine treppenförmige (kaskadenartige) Hochwasserentlastung. Die Besichtigung der Staumauer ist nach Voranmeldung möglich.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde oberhalb des Urftsees die ehemalige NS-“Ordensburg“ Vogelsang errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet rund um den Urftsee als Teil eines belgischen Truppenübungsplatzes für die Öffentlichkeit unzugänglich. Seit dem Abzug des belgischen Militärs ist der Urftsee ein Kernstück des 2004 gegründeten Nationalparks Eifel. Die Victor-Neels-Brücke über den Urftsee verbindet die ehemaligen NS-“Ordensburg“ Vogelsang mit attraktiven Besucherzielen wie Kloster Mariawald, Urfttalsperre und –staumauer, Rursee und dem Kneipp-Kurort Gemünd.

Erft

Die Erft ist ein knapp 107 km langer linksseitiger bzw. südwestlicher Nebenfluss des Rheins. Der ehemals fischreiche Fluss entspringt am Nordwestrand des zur Eifel gehörenden Ahrgebirges. Seine Quelle befindet sich unterhalb des Himbergs auf 550 m ü. NN bei Nettersheim-Holzmühlheim. Von dort fließt die Erft anfangs in nordöstliche und dann überwiegend in nördliche Richtung durch Euskirchen und Weilerswist. Parallel zur Erft ist ein gut ausgebauter Radweg angelegt. Der 110 km lange Erft-Radweg verläuft von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein bei Neuss.

Urft

Die Urft ist ein 50,2 km langer, rechter Nebenfluss der Rur. Sie entspringt bei Schmidtheim in der Nähe des Flugplatzes Dahlemer Binz, fließt durch Nettersheim, Kall und Gemünd und mündet bei Rurberg in den Rursee. Vor ihrer Mündung wird die Urft durch die 14 km lange Urfttalsperre angestaut. Die wichtigsten Zuflüsse der Urft sind der Genfbach, Gillesbach, Kuttenbach, Kallbach und Olef. Parallel zur Urft führt der Radweg Tälerroute Urft.

Olef

Die Olef ist ein 27,9 km langer, linker Zufluss der Urft. Die Olef entspringt im Zitterwald, etwa 2,2 km südwestlich von Hollerath auf einer Höhe von 639 m ü. NN, unmittelbar an der Staatsgrenze zu Belgien. Von dort fließt sie zuerst in nordwestliche Richtung, passiert die Grenze und durchfließt den Dreiherren Wald. Nach rund 1,8 km Wegstrecke erreicht die Olef die Staatsgrenze wieder, bevor sie anschließend in einem weiten Bogen in Richtung Osten fließt. Im folgenden Abschnitt wird die Olef vor Hellenthal zur Oleftalsperre aufgestaut. In Gemünd mündet die Olef auf 334 m linksseitig in die Urft. Parallel zur Olef führt der Radweg Tälerroute Olef.

Ahr

Die Ahr entspringt in Blankenheim in der Eifel im Keller eines Fachwerkhauses zu Füßen der Burg Blankenheim. Die mit Bruchsteinen eingefasste Quelle liegt etwa 470 Meter über NN. In ihrem nordrhein-westfälischen Teil fließt die Ahr begleitet von der Bundesstraße 258 südöstlich durch das weitgehend unter Naturschutz stehende Ahrtal bis zum Ortsteil Ahrdorf der Gemeinde Blankenheim (Ahr). Zuflüsse sind hier der Lampertzbach und der Ahbach. Hinter der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz wendet sie sich nach Nordosten. Über Antweiler, Schuld, Altenahr, Dernau und Bad Neuenahr-Ahrweiler erreicht sie den Rhein im Remagener Stadtteil Kripp. Die Ahr-Mündung liegt in der Gemarkung Sinzig etwa 50 Meter über NN. Sie steht unter Naturschutz, da es sich um eine der wenigen natürlichen Flussmündungen in den Rhein handelt. Entlang der Ahr verlaufen der Ahr-Radweg und der AhrSteig.